Will
am Ballermann 6 aufräumen: Gesundheitsreferendarin Francisca Pol.
Foto: SYLVIA NOWEL |
Mallorca,
Arenal und "Ballermann 6" - für deutsche Urlauber Halligalli rund
um die Uhr. Und diese endlosen Alkoholnächte mit Sangria, Cuba Libre,
gaaanz viel Bier.
Ist damit bald Schluß? Francisca
Pol, Gesundheits-Referentin in der Hauptstadt Palma, will die Sauftouristen
trockenlegen.
Meist Urlauber, die sparen müssen,
sich die Drinks in der Kneipe nicht mehr leisten wollen. Sie gehen in den
Supermarkt um die Ecke, decken sich mit Bierdosen, Billigwein und Sangria-Kanistern
ein.
Gebechert wird dann unterm Sternenhimmel
irgendwo am Strand.
Ein Gastwirt: "Der kollektive Rausch weicht
heutzutage oftmals dem trostlosen Individualbesäufnis. Abend für
Abend hocken auf der Mauer vor dem Ballermann 6 bemitleidenswerte Gestalten,
die sich zuschütten."
Einer
geht noch rein! Stimmung am Ballermann 6. Saufen bis zum Umfallen. Berühmt:
der 5-Liter-Eimer Sangria mit den langen Strohhalmen.
Archiv-Foto: ANDY
BLUMENTHAL |
Folgen: Reinigungskolonnen
müssen am Morgen im Schnitt 600 leere Flaschen und Dosen wegräumen
- und dutzendweise Schnapsleichen wieder zum Leben erwecken.
Ein Bürgermeister: Solche Zustände
hat unsere Insel nicht verdient. Die Gesundheitsreferentin fordert: Supermärkte
am Strand von Arenal sollen zukünftig nachts (0.30 bis 7.00 Uhr) schließen,
damit kein Alkohol mehr verkauft wird.
Mark R. (25) aus Berlin, zur Zeit in Arenal:
"Schon
schlecht, wenn die Supermärkte zumachen. Doch den Kopf zuknallen kann
man sich doch auch woanders. In vielen Discos gibt es sogar einen Gratis-Drink,
um Kunden zu locken."
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