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Die Tops & Flops der Woche vom 30. August - 5. September 1996


Fotos: DPA; Sapri/Ultima Hora 
AUSGETRÄUMT

Für Deutschlands Boxhoffnung Torsten May (Foto,r.), zuvor immerhin in 15 Profikämpfen ungeschlagen, nahm die Nacht der Matadore am 31. August ein blutiges Ende. Sein Gegner, der neue Cruisergewichts-Weltmeister Adolpho Washington (USA; Foto,l.), hatte den ebenso übermotiviert wie ungelenk wirkenden Olympiasieger aus Frankfurt/O. zwölf Runden lang sicher im Griff, am Ende sogar am Rande eines K.O.'s.
Ebenfalls angeschlagen und entsprechend übel gelaunt gab sich am Rande des Geschehens Boxgeschäftsneuling Matthias Kühn. Mallorcas Immoblienkönig hatte als lokaler Veranstalter mit doppelt so vielen Zuschauern in der Plaza de Toros gerechnet und knabbert nun - angeblich - an einem Verlust von rund 1 Mio. Mark.
So gab es letztlich aus deutscher Sicht nur einen Sieger. RTL brachte nicht nur die verhinderte Jubelfeier am "Tag danach" mit Anstand über die Runden, sondern präsentierte sich auch während der Live-Übertragung trotz ungewohnten Terrains als Herr im Ring: die Rahmenkämpfe, der Musik-Act mit Udo Jürgens (Foto,u.; mit Partnerin Jocelyn Smith), Lasershow und Feuerwerk - alles lief ab wie ein Uhrwerk. Sogar die - wenigen - mallorquinischen Zuschauer waren beeindruckt. Ein spanischer Kollege über die Nacht im - so seine Überschrift - Coliseo alemán: "Hatte man erst einmal die Ehrfurcht vor all der Perfektion verloren, konnte man sie fast genießen."



 

Fotos: Los Reyes de Mallorca; Sapri;
Joan Torres/Ultima Hora 
ALTE LIEBE

Als er das erste Mal nach Mallorca kam, war er fünfzehn, und Spanien noch eine Diktatur (Foto,o.l.). Auch 43 Jahre und unzählige Besuche später bleibt König Juan Carlos seiner alten Sommerliebe treu: Nach diversen Arbeitsessen (u.a. mit Ministerpräsident Aznar und Oppositionschef Gonzales), zwei Regatten, einem Blitzbesuch der Unglücksstelle bei Biescas, diversen Einweihungen und anderen Pflichtübungen posierte die Königsfamilie ganz entspannt fürs alljährliche Pressefoto im Garten ihrer Sommerresidenz Marivent (Foto,u.). Wetten, dass wir die Familie Bourbon auch im nächsten Jahr wiedersehen werden ... 



 

Fotos: Sapri; Lorenzo/Diario de Mallorca
EINER WIRD GEWINNEN

Das Spiel ist nicht neu, und schon gar nicht auf Spanien beschränkt: Forte dei Marmi oder Rimini, Miami Beach oder Malibu, Kampen oder Baden-Baden - jedes Land hat seine Privatfehde zwischen (mindestens) zwei Top-Urlaubszielen. Hierzulande heißt der ewige Zweikampf: Marbella oder Mallorca. Im Ringen um das hipste Sommerdomizil konnte die Balearen-Hochburg dieses Jahr Punkte gegenüber dem Costa del Sol-Dorado gutmachen: Neben der Königsfamilie, Regiestar Almodovar, dem Ehepaar Preysler/Boyer und unzähligen anderen entspannte auch der Ex-Gefährte von Prinzessin Caroline und eingefleischte Marbella-Fan Philippe Junot (Foto,u.) ein paar Tage auf der Insel. Ziel seines Blitzbesuches: die einsame Finca der zweifach geschiedenen Millionärsgattin Marta Chávarri (Foto,o.) in den Bergen bei Sineu.



 

Foto: Helmut Newton für VOGUE 
LUXUS PUR

"Was für eine Frau!" staunte Mallorca News anläßlich des Interviews, das Mouna al Ayoub kürzlich der mallorquinischen Tageszeitung Diario de Mallorca gegeben hatte. Wir blieben mit unserer Bewunderung nicht lange allein: Auch Starfotograf Helmut Newton erlag der sinnlichen Ausstrahlung der Ex-Gattin eines Ölscheichs. Für die Septemberausgabe der amerikanischen Vogue fotografierte er die Wahl-Mallorquinerin jetzt mit kostbarstem Geschmeide von Bulgari, Cartier und VanCleef&Arpels (Foto). 



 
+TELEGRAMM+TELEGRA + Trotz heftiger Regenfälle, die vor allem die Bauarbeiten an der Südzufahrt bei Alfàbia behinderten, bleibt es - vorerst - dabei: Der von einer Privatfirma errichtete, gebührenpflichtige Sóller-Tunnel soll am 15. Dezember dem Verkehr übergeben werden. Zur Erinnerung: Beim Baubeginn 1989 sollte die Einweihung noch 1991 stattfinden.
+ Neue Runde im Ringen um die gestrichenen Iberia-Flüge(s. Mallorca News Nr. 9): Während die Staatslinie bei ihrer Behauptung bleibt, die drei Strecken seien 1995 "mit einem Gesamtverlust von rund 270 Mio. PTS die defizitärsten überhaupt", bezweifeln die mallorquinischen Tourismusverbände diese Zahlen. Fomento-Präsident Miquel Vicens: "Wenn die Flüge so unrentabel waren, warum will Iberia sie dann unbedingt (ihrer Chartertochter; Anm.d.Red.) Viva Air überlassen?"
+ Nichts gibt's umsonst: 32 Projekte zur Verbesserung des touristischen Angebots mit einer Gesamtförderungssumme in Höhe von 2.066 Millionen PTS haben die Kommunen der Balearen für 1997 beim Tourismusministerium in Palma eingereicht. Nicht alles kann gefördert werden. Die Inselregierung verfügt nur über ein Budget von 240 Millionen.
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