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WILLKOMMEN
IM CLUB, BORIS!
Als hätten wir's geahnt! Spätestens nach seinem Blitzbesuch im vergangenen Jahr (s. Mallorca News Nr. 6) hielt sich im Nordosten der Insel hartnäckig das Gerücht, auch Boris Becker wolle es vielen anderen Deutschen gleich tun und sich - zumindest zeitweise - mit seiner Familie auf Mallorca niederlassen. Sorgte der Erwerb eines Appartements in Florida zunächst noch für Irritationen, hat nun alles wieder seine schöne Ordnung: Boris bleibt der "Heimat" erhalten. Für 84 Mio Pts. (rund 1 Mio. Mark) kaufte Boris in der Nähe von Arta (5.600 Einwohner, darunter 900 Ausländer; s.a. Mallorca News Nr. 22) und in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Tennis-Spezi Carl Uwe Steeb von dem wackeren Landmann Sureda Vives (Foto o.r.) die Finca Son Coll. Dazugehörend: 240.000 m2 Grund, aufgeteilt in acht Parzellen zu je 3.000 m2. Die Bild-Zeitung süffisant zu diesem "Schnäppchen": "Für Boris war das früher ein Turniersieg...". Aus den Ruinen der alten Finca (s. Foto m.) soll ab Anfang 1998 Boris' neuer Zweitwohnsitz entstehen: ein eingeschössiges Landhaus im traditionellen mallorquinischen Stil mit maximal 400 m2 Wohnfläche, drei Schlaf-, zwei Wohnzimmern, Küche, Bibliothek, Salon und zwei bis drei Bädern, mit Olivenbäumen, eigener Zisterne, Swimming-Pool und Gärten - aber ohne neudeutschen Prunk und Protz, ganz so, wie es die strengen Bauvorschriften der Kommune vorsehen und es Bürgermeister Santandreu gerne hat: "Wie jeder andere ist uns auch Boris herzlich willkommen, wenn er bereit ist, sich hier zu integrieren und unsere Bräuche respektiert." Zusätzliches Indiz für die Ernsthaftigkeit von Boris' Absichten: Der Vertrag mit der beauftrageten Baufirma Status Arta S.L. soll eine Klausel enthalten, wonach eine saftige Konventionalstrafe fällig ist, falls das Haus nicht spätestens im Sommer 1999 bezugsfertig ist. Das wäre dann genau der Zeitpunkt, an dem Klein Noah schulpflichtig würde und z.B. in die internationale Schule von Capdepera gehen könnte. Ob Boris und seine Familie bei dem stetig
steigenden Mallorca-Hype in Deutschland dann unbehelligt von Nachstellungen
seiner Landsleute bleiben werden... Schau'n mer 'mal.. |
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KÖNIGLICHE
HOCHZEIT
Prinzessin Cristina heirate Iñaki Urdangarín Es war Spaniens Medienereignis des Jahres. Es bescherte Palma de Mallorca ein neues Herzogspaar. Und es war auch ein triumphaler Festakt für die katalanische Metropole Barcelona, bei dessen spektakulärem Schlußpunkt, einem einstündigen Feuerwerk zu Pop- und Klassikklängen, allein 500.000 Menschen den Placa España bevölkerten (s. Foto u.). 1,5 Millarden (!) Zuschauer verfolgten die Märchenhochzeit von Cristina von Bourbon (32), der jüngsten Tochter von König Juan Carlos, und Iñaki Urdangarín (29), baskischer Handballprofi in Diensten des CF Barcelona, weltweit an den Bildschirmen, 10 Mio. davon allein in Spanien. Pikanterien am Rande: Urdangarin mußte zunächst einmal seine Steuerschulden bezahlen (ca. Pts. 450.000) und einen - von Spaniens Kirche vorgeschriebenen - Ehevorbereitungskurs absolvieren. Nach der Hochzeit und den Flitterwochen in Jordanien folgt - auf Befehl der königlichen Leibgarde - der Umzug in eine 200 m2 große, leichter zu bewachende Altbauwohnung in Barcelonas Nobelviertel Eixample. Danach geht das Paar dann seinen gewohnten Tätigtikeiten nach: Er wirft für 310.000 Mark Jahresgehalt Tore für Barca, sie arbeitet für 200 Mark Monatslohn als Bildredakteurin für die Kulturstiftung der Bank La Caixa. Das ganze in der Hauptstadt Kataloniens, wo das Paar auch weiterhin wohnen will, nachdem sich für die kastillische Prinzessin in Madrid kein Job finden ließ. Den Titel einer Herzogin von Palma, den Cristina von ihrem Vater zur Hochzeit vermacht bekam - schließlich ist Mallorca offziell seit dem 13. Jahrhundert ein Königreich - darf sie in jedem Fall behalten. Ihm hingegen wurde er nur verliehen. Im Falle einer Scheidung ist Iñaki wieder das, was er zuvor war: ein baskischer Handballprofi mit Wohnsitz in Barcelona. |
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SAISONBILANZ
Der Sommer neigt sich dem Ende, allgemeines Fazit: Es war ein Bombenjahr! Der Flughafen Son Sant Joan registrierte bei Start und Landungen einen Zuwachs von durchschnittlich 7,2 Prozent und zeigte sich - trotz massiver Kritik - dem Ansturm weitgehend gewachsen. Höhepunkt: Allein im August '97 kamen 18 Prozent mehr Deutsche nach Mallorca als im Vorjahr. Das daraus resultierende - und von mallorquinischen Behörden tapfer geleugnete - Overbooking wurde jetzt vom zentralen Statistikamt in Madrid bestätigt: In den Regionen Palma und Calvià betrug die Bettenauslastung in der Hochsaison 105,2 Prozent. Weitaus angenehmere Konsequenzen des aktuellen Mallorca-Booms: Die Gesamtbesucherzahl wird 1997 vorauss. 8,7 Mio. überschreiten, darunter über 3,2 Mio. Deutsche. Auch die Einnahmen aus dem Tourismus steigen: plus 8,4 Prozent. Sogar im Herbst verbucht Mallorca kräftigen Zuwachs: plus 8,3 Prozent im Oktober, plus 10,2 Prozent im November. Schöne Fincas und komfortable Hotels machen die Insel immer mehr zu einem beliebten Ganzjahresreiseziel. Einziger Wehrmutstropfen: ein stetig steigender
Lärm- und Aggressionspegel in den Tourismushochburgen El Arenal
und Magaluf (s.a. Bericht unten), gegen den sich in der mallorquinischen
Bevölkerung zunehmend Widerstand regt.
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(K)EIN
SCHNÄPPCHEN
Das Maricel, eines der schönsten Hotels in der Bucht von Palma und seit Anfang der 90er Jahre geschlossen, steht zum Verkauf. Die Genfer Investmentfirma Jabalí bietet es im Auftrag seines eigentlichen Besitzers, eines arabischen Scheichs, für rund 15 Mio. Mark an. Der hatte es 1992 bei einer Versteigerung für wenig mehr als 800.000 Mark erworben. Ende der 80er Jahre hatte sich auch Heinrich von Thyssen Bornemizza für das traditionsreiche Haus interessiert - es liegt in unmittelbarer Nähe zum Königspalast Marivent. |
| +TELEGRAMM+TELEGRA | + Maßvolle Anklage: 9 Monate Freiheitsentzug wegen fahrlässiger Tötung - so lautet das Strafmaß, das der Staatsanwalt für den 17jährigen Martin W. aus Sachsen forderte, der seit Ende Juli auf Mallorca einsitzt. Bei einem Handgemenge in Arenal zwischen Taxifahrern und zwei jungen Deutschen war Ende Juli der Taxifahrer Marcos Sanchéz zu Tode gekommen. Der Nebenkläger der Familie des Opfers forderte 4 Jahre wegen Totschlags. Möglicherweise darf Martin - gegen DM 24.000 Kaution durfte er bereits aus dem Gefängnis - jetzt sogar erstmals die Insel verlassen. |
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| + Aufwertung für
Palmas Calatrava: Der Grundstein für den neuen Justizpalast
in Sa Gerreria, am Rande des alten Arbeiter- und Handwerkerviertels
zwischen Kathedrale und Avenida, ist gelegt. Noch in diesem Jahr wird mit
dem Baubeginn gerechnet. Der Boom an Rechtsanwälten, Steuerberatern
und anderen Gewerbetreibenden, die dann von der Nähe zum neuen Machtpalast
profitieren wollen, folgt wohl erst im nächsten Jahr.
Immobilien in Palmas Casco Antiguo bieten z.B. Coll Miro und DomoPlan. |
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| + Kinofreuden an der Autobahn: In der Nähe von Marratxí darf jetzt mit dem Bau eines Multiplex-Kinopalastes mit 24 Sälen für insgesamt 5.000 Zuschsauer begonnen werden. Der Consell Insular erteilte seine Zustimmung. Der Bauherr, die American Movies Corperation, will Anfang 1998 mit dem Bau beginnen. | |
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