| NOTBREMSE
FÜR HÄUSLEBAUER
"Die Verwirrung ist groß unter Hunderten von Grundstückseigentümern, viele von ihnen Deutsche. Sowohl Inselrat als auch Balearen-Regierung haben mit der Ankündigung von Reformen der Baugesetze viele Fragen aufgeworfen. Selbst Experten wagen derzeit keine Analyse. Grund für die Änderungen der Baubestimmungen sind unter anderem über 1.000 Genehmigungen im ländlichen Raum, die in den letzten Monaten beantragt worden sind. 74 große Bauprojekte wurden bereits auf Eis gelegt. Was heute noch ein legaler Bauplatz ist, kann morgen zur unbebaubaren Grünzone erklärt werden. Auch die Unterteilung von Fincas nach 1997 könnte rückgängig gemacht werden, selbst wenn damals alle nötigen Anforderungen erfüllt wurden. Regierungspräsident Francesc Antich und die Präsidentin des Inselrats, Antónia Munar, haben es mit den geplanten Gesetzesänderungen sehr eilig. Grund: Der Consell Insular hat nur bis zum 17. Oktober Zeit, den vorläufigen Baustopp vom Parlament verabschieden zu lassen. Schafft er es nicht, muß eine Neuänderung des aktuellen Gesetzes beantragt werden. ... Mehr zum Thema im Mallorca News-Archiv. |
| VOM
FLUGZEUG AUF DIE FÄHRE
"Jede Minute Verspätung kostet uns bis zu 7.000 Mark", sagt Michael Lamberti, Pressesprecher der Lufthansa AG in Frankfurt am Main. Auf den Balearen kosten die Verzögerungen den Airlines inzwischen aber auch etwas anderes: Passagiere. Viele Reisende auf den Inseln haben gerade in diesem Rekordsommer die Nase voll von den mehrstündigen Verspätungen beim An- und Abflug auf dem Flughafen von Son Sant Joan. Sie steigen um: auf die drei Fährendienste, die die Balearen mit dem spanischen Festland verbinden: Buquebus, Trasmediterranea und Iscomar. Der Sektor verzeichnet im ersten Halbjahr 1999 einen Zuwachs von rund 26 Prozent auf 418.507 Passagiere. Noch vor ein paar Jahren wurde der Schiffsdienst noch totgesagt. Doch mit der Einführung schnellerer und komfortablerer Schiffe hat sich das Bild gewandelt. "Wir arbeiten eben immer mehr mit dem sogenannten Flugzeug-Konzept", erklärt Hernan A. Calvo, Stellvertretender Geschäftsführer des Unternehmens Buquebus. So brauchen die sogenannten Superferries für die Strecke Palma - Barcelona bei gutem Wetter kaum mehr als drei Stunden. Die neuen Schiffe schießen dabei mit bis zu 42 Knoten, knapp 78 Stundenkilometern, über das Meer. Bis vor wenigen Jahren dauerte die Überfahrt noch mindestens sechs Stunden. Bei schlechter Witterung und rauhem Seegang muß dagegen aber auch langsamer gefahren werden. Dann dauert die Überfahrt der fliegenden See-Busse immerhin vier Stunden. ... Mehr zum Thema im Mallorca News-Archiv. |
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EINER
WIRD GEWINNEN
- Roland Füllenbach über den verhinderten europäischen Spitzenclub Real Mallorca - "Bueno, bonito, barato", hat etwas zu sein, soll es dem Mallorquiner gefallen: gut, hübsch und - preiswert. So gesehen ist die Verpflichtung von Fernando Vazquez als neuem Trainer des RCD Mallorca schon jetzt ein geschickter Coup. Der 44jährige Galizier ist zwar nicht gerade eine Lichtgestalt des europäischen Fußballs, hatte bei ausgewiesenen Murkstruppen wie Compostela oder Real Oviedo - Spielstärke irgendwo zwischen Hansa Rostock und Karlsruher SC - bisher jedoch auch kaum Gelegenheit, eine solche zu sein. Eher von schmächtiger Statur und freundlichem Wesen, eher gebildet als laut, eher schüchtern als dummdreist - also keinesfalls der zwischen Madrid und Barcelona derzeit weit verbreitete Trainertyp "trinkfester Rabauke" - entspricht er so gar nicht dem Klischee, aus dem ein vermeintlicher Erfolgsgarant geschnitzt zu sein hat. Immerhin bleibt ihm so auch der Rettungsring erspart, der heute viele seiner Kollegen ziert - mangels Spielpraxis und/oder verschärftem Genuß von exquisiten Beruhigungsmitteln wie Malt, Oloroso oder Olde Genever. Vor allem aber: Der Mann ist billig. Bei 75 Mio. Pts. Jahresgehalt, weniger als 1 Mio. Mark, und das brutto statt limpio, den preparador fisico inklusive, arbeitet er - nach aktuellen Ligamaßstäben - beinahe umsonst. Darüber freut sich insbesondere Mallorcas Clubeigner Antonio Asensio. Denn nach dem grenzenlosen sportlichen und finanziellen Debakel, das der Interimsgaucho Mario Gomez und sein Trainertrio infernal (Jahresgehalt: 2,4 Mio. Mark, erwirtschafteter Verlust in nur drei Monaten Amtszeit: ca. 12 Mio. Mark) den hochfliegenden Ambitionen des Clubs und seinem Präsidenten bescherten, heißt das vorrangige Saisonziel nun eisern - sparen. Von 5.000 Mio. auf 3.000 Mio. Pts., also um rund 24 Mio. Mark, wurde der Jahresetat nach dem vorverlegten Aus in der Champions League binnen einer Woche gesenkt. Vermeintlichen Spitzenspielern wie Marcelino oder Dani (Verkaufserlös immerhin rund 40 Mio. Mark) dürfte Weihnachten wohl die Multikulti-Flügelzange Lauren/Stankovic folgen, sollte sich der Verein zuvor auch noch aus der Trostrunde UEFA-Cup verabschieden. Billig erwerben, teuer verkaufen - noch immer die Basis eines jeden guten (Fußball)Geschäfts. Jetzt also: der ballorientierte Ausverkauf. Denn: Wo's nichts mehr zu verdienen gibt, läßt Señor Asensio die Apfelsinenschale geräuschlos fallen und begnügt sich lieber mit dem Saft. ... Mehr zum Thema im Mallorca News-Archiv. |
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News Nr. 38 vom 17.09.99
Mallorca Online - eine Nazisite? Propaganda gegen Deutsche: ein Text und seine Folgen |
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News Nr. 37 vom 10.09.99
Propaganda gegen Deutsche, Sperrstunde in der Llonja, Sir Peter Ustinov |
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News Nr. 36 vom 03.09.99
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Makler-Test, Glamourlady Nina Ruge, Arabella in Arenal |
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Mallorcas neue Regierung, Michael Douglas gründet Costa Nord, "Wetten, daß.. " in Palma |
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