| KEINE
NEUEN LIEGEPLÄTZE
Mallorcas Häfen platzen aus allen Nähten. Für die rund 40.000 Privatyachten und Freizeitboote auf den Balearen gibt es nur 20.000 Liegeplätze. "Unsere Häfen sind genauso überlaufen wie die von Nizza, Montecarlo oder San Remo", kritisierte Antonio Grávalos Esteban, Präsident des regionalen Schiffsunternehmerverbandes APEAM. Einen Liegeplatz in den 57 Sporthäfen der Region zu unterhalten, wird wegen der zunehmenden Nachfrage und dem geringer werdenden Angebot zum Luxus. Trotz der angespannten Lage will die Regionalregierung keine neuen Liegeplätze mehr genehmigen. Grund: Durch das Verbot sollen weniger die Häfen entlastet als vielmehr die Küsten der Insel geschützt werden. Nach offiziellen Angaben liegt während der Hauptsaison zumindest statistisch alle 25 Meter ein Boot. Kapitäne sollen in Zukunft vor dem Ablegen im Heimathafen Anlegeerlaubnis auf den Balearen beantragen müssen. Die auf den Balearen ansässigen Charterfirmen für Sportboote und Yachten sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Viele Charterfirmen müssen in der kommenden Saison ihre Flotte in den Häfen der Balearen auf rund 30 Prozent des Bestandes reduzieren. Dabei handelt es sich um einen Sektor, der nach Ansicht von Ricardo Ferrer, dem Präsidenten des Yachthafenverbandes ANADE, "alle Vorzüge des Qualitätstourismus vereinigt", den die Regierung fördern will: kein Landverbrauch für neue Hotels und Ausgaben von rund 30.000 Pesetas pro Tag und Kopf, ähnlich wie bei Urlaubern auf Kreuzfahrtschiffen.... Mehr zum Thema im Mallorca News-Archiv. |
| FUSIONSWELLE
AUF MALLORCA?
Die Balearen sind als Urlaubsziel immer noch unschlagbar, resümiert Dr. Rembert Euling, Geschäftsführer des Reiseunternehmens MTS die gerade zu Ende gehende Saison. Kein Wunder, Wachstumsraten von rund 14 Prozent bescherten den Inseln 1999 ein Rekordjahr. Auch für das Jahr 2000 hoffen die großen Touristikanbieter und Reiseunternehmer auf ein ähnliches Wachstum. Die TUI-Gruppe erwartet nach eigenen Angaben einen Anstieg der Urlauberzahlen auf den Balearen von rund 120.000. Doch der Markt wird eindeutig immer enger, warnt Rembert Euling vor allzu großen Erwartungen. Die Balearen sind bei den Preisen an der Obergrenze angelangt. Schon im nächsten Jahr könnte ein Preisanstieg von fünf Prozent drohen. Auch die Nischen im Tourismusbereich werden immer enger. Die Reiseunternehmen bauen vor Fusionen; strategische Allianzen und Kooperationen häufen sich. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Arthur Andersen dürfte es schon in kurzer Zeit zu einer regelrechten Fusionitis im Hotelsektor kommen. Die Erfahrung zeigt, dass die Entwicklung aus den Vereinigten Staaten sich im Zeitraum von drei bis vier Jahren in Spanien wiederholen dürfte, sagt Javier Jimenéz von Arthur Andersen. Der jüngste >Trend auf den Balearen beweist, dass die Entwicklung hier längst begonnen hat. So verhandelt die deutsche TUI seit letzter Woche mit der mallorquinischen Hotelkette Sol Meliá über eine strategische Allianz. Nach Informationen der Zeitung Expan-sión ist auch ein Einstieg der TUI bei Sol Meliá möglich. Nach Aussagen von Gudrun Borgards, verantwortlich für das Spanien-Geschäft bei TUI, würden Gespräche auf höchster Ebene geführt. Sol-Meliá-Chef Gabriel Escarrer traf sich bereits zu Kontaktgesprächen mit dem Bereichsvorstand für Touristik beim TUI-Mutterhaus Preussag, Ralf Corsten. Die Sol-Meliá-Führung gibt sich dagegen noch bedeckt. Immerhin häuften sich in den letzten Wochen die Absichtserklärungen der Mallorquiner, tatsächlich nach neuen Partnern Ausschau zu halten. TUI ist auf dem Balearen-Markt bereits stark vertreten: Die Düsseldorfer sind mit 50 Prozent an der Gruppe RIU-Hotels und Iberostar beteiligt. ... Mehr zum Thema im Mallorca News-Archiv. |
| SHOOTING
IN LA RAIXA
- Gabo fotografiert Hannelore Elsner. Von Franziska Thormählen - Mit einer Weinflasche auf den Knien sitzt sie in einer Ecke der Veranda des alten Landschlosses. Gläser gibt es keine. Doch Hannelore Elsner sieht aus, als würde sie hier schon seit Jahrhunderten residieren. Doch die Schauspielerin ist nicht zum Residieren gekommen, sondern zum Arbeiten. Ein Foto-Shooting für die Wochenzeitschrift Gala mit Gabriele Oestreich, eben:GabO, steht an. Für sie tippelt Hannelore Elsner aufgeregt durch die Räume des Palastes La Raixa, den einst Jaume I. während seiner Eroberung der Insel erbauen ließ. Von der Veranda, durch den Billardraum zum Kaminzimmer, vor den großen alten Spiegel. Ihre teuren Kleider fegen über den staubigen Boden. Hannelore Elsner, eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Deutschlands. Bis heute war sie in unzähligen Film- und Fernsehrollen zu sehen. Als Lea Sommer, und somit erste weibliche Kommissarin des deutschen Fernsehens, hat sie zur Ausgewogenheit der Geschlechter beigetragen. In einem weißem Oberhemd über ihrem bunten T-Shirt schlurft Gabo über das Set. Wie zufällig verteilen sich überall in den Zimmern des Landhauses die Requisiten der Produktion: voll behängte Kleiderständer, unzählige Schuhe, Fototaschen und Schminkkoffer. Die beiden Frauen treffen sich zum ersten Mal. Zwei Stars, die eine vor der Kamera die andere dahinter. Gabo läßt ihr Model auf einem alten Stuhl an der Schwelle zur Veranda Platz nehmen. Da sitzt sie, eine spanische Hausherrin, und braucht keinen Thron, um herrschaftlich zu wirken. Spanischer könnte Señora Elsner nicht sein: "Ich liebe die spanische Musik und den Flamenco. Zu meinen Lieblings-Klassikern gehört natürlich Carmen. Leider kann ich aber die Sprache nicht richtig. Doch die Gedichte von Pablo Neruda lese ich gerne im Original - wenn die deutsche Übersetzung daneben steht. ... |
| Mallorca
News Nr. 42 vom 05.11.99
Unterwelt an der Playa, Fünf Sterne für Calvia, Sylter Verhältnisse |
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| Mallorca
News Nr. 41 vom 22.10.99
Radlerparadies Mallorca, Neue Werberegeln, Chopin auf Mallorca |
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