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Die Tops und Flops vom 11.2.2000

Touristen am Strand...
...und am Ballermann
F. Antich und die Balearenregierung
Fotos: Buhl Data-Service/msm-Archiv
ÖKOSTEUER - ABER WER KASSIERT?

Mit der Ökosteuer ist es wie mit dem Geist aus der Flasche: Ist er erst heraus, bekommt man ihn schwer wieder hinein. Während die Regierung der Balearen bereits einen Wunsch nach dem anderen anmeldet, die der zahlungskräftige Geist erfüllen soll, wollen ihn die Unternehmer der Region mit aller Macht wieder in die Flasche zurückrufen.  Wegelagerer-Mentalität, lautet der Vorwurf, mit dem der Tourismus-Sektor die Steuer stoppen will. Madrid will sich vor den Wahlen im März nicht festlegen und wartet vorerst ab. Doch Regionalregierungschef Francisc Antich will schon Ende Februar die Weichen stellen.

Es war vor 15 Jahren, als der erste Gedanke an eine Tourismusabgabe fiel. Es war die Zeit, als mit den immer größeren Besucherzahlen auch der Reichtum auf den Balearen in ungeahnte Höhen schoß. Ein großer Teil des erwirtschafteten Geldes floß in Steueroasen oder aber in immer neuere und größere Bettenburgen für die Besucher aus England, Deutschland, Frankreich oder Italien. Doch der Reichtum hatte seinen Preis: Mehr Umweltverschmutzung, weniger Wasser, stärkere Bebauung und eine immer geringere Lebensqualität waren die Folge. Immer offensichtlicher wurde es, dass die Region dringend über die nötigen Mittel verfügen mußte, um die Situation wieder umzukehren.

Der erste Ruf ging nach Madrid. Die spanische Zentralregierung und mit ihr das Wirtschafts- und Finanzministerium hatten soviel Geld durch den Tourismus auf den Balearen verdient, dass der Bittgang zu den Staatskassen nur folgerichtig erschien. Doch es dauerte bis 1999, bis der endgültige Anstoß kam. Und nicht etwa aus Madrid, sondern aus einer völlig anderen Richtung: aus Menorca.

Es waren die Hoteliers der kleinen Schwester Mallorcas, die den Startschuß für die heute als Ökosteuer bekannte Tourismusabgabe gaben. Sie wollten im Pilotprojekt einen Betrag von 500 Pesetas allen denjenigen berechnen, die auf dem Inselflughafen in Mahón landeten. Kurz nach der Regierungübernahme durch die Regierung Antich im Juni 1999 hatte Finanzminister Joan Mezquida erklärt, dass der Flughafen der beste Platz sei, um den Besuchern eine Abgabe dieser Art zu berechnen. Trotzdem fiel die Antwort in Richtung Menorca negativ aus: Es kann keine Extravereinbarungen geben. Auch der Alleingang einer der Baleareninseln sei nicht möglich, hieß es aus dem Umfeld der Regierung. Finanzminister Joan Mezquida forderte die Ökosteuer in Form höherer Steuern zu berechnen. Tourismusminister Celestí Alomar stellte sich dagegen hinter die Hoteliers und verkündete vollmundig: "Eine Abgabe wird es nur mit dem Einverständnis der Unternehmer geben".

Unklar blieb auch bis heute der Modus, wie die Ökosteuer  erhoben werden sollte oder welche Wirkung die neue Abgabe auf die ausländischen Reisemärkte wie Deutschland oder England haben würde. Erst im Spätsommer/Herbst 1999 machte die Regierung den Spekulationen und Theorien ein Ende. Sie erklärte selbstbewußt, dass die neue Abgabe ab dem Jahr 2001 gelten sollte. Und viel wichtiger: Sie sollte über die Flugtickets abgerechnet werden.

Die Verantwortlichen der Chartergesellschaften antworteten prompt: "Nein danke“, ließen sie in Richtung Consell de Mar - dem Amtssitz der Balearen-Regierung - verlauten. Auch der sogenannte Plan B der Regierung fiel kurz darauf ins Wasser. Die Mallorcas Hoteliers lehnten eine Abrechnung über ihre Buchungen dankend ab: Zu sehr fürchteten sie den Negativeffekt auf die Reservierungen und Besucherzahlen.

Tourismusminister Alomar schließlich war es, der mit einer neuen Idee aufwartete. So sollte die Abgabe über einen eigenen Tourismus-Fonds erwirtschaftet werden, in den neben Regional- und Zentralregierung auch die Unternehmer zum Schutze der Umwelt einzahlen sollten. Am Ende entpuppte sich der Plan als Trojanisches Pferd: Den Löwenanteil trug Madrid, der Unternehmerbeitrag  sollte über die Flugtickets auf die Urlauber umgelegt werden, der Anteil der Region blieb symbolisch. Immerhin hofft die Regierung, durch die Ökosteuer in den nächsten acht Jahren 102 Milliarden Pts. einzunehmen. Doch auch nach sechs Monaten Diskussion ist die Abgabe noch immer das, was sie anfangs war: ein Projekt.

Madrid will seine Entscheidung bis zu den Parlamentswahlen im März hinauszögern, während auf den Balearen die Unternehmerfront gegen die Abgabe wächst. Trotzdem: „Die Ecotasa steht nicht zur Debatte. Wenn wir etwas haben wollen, dann setzen wir es auch durch“, sagte Regierungspräsident Francesc Antich selbstbewußt auf der Tourismusmesse FITUR in Madrid und setzte ein neues Ziel: Die Entscheidung soll nun Ende Februar fallen.

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VORFAHRT FÜR VAP's

Als Verkehrswege mit Sonderbehandlung, Vía de Actuación Preferente, oder kurz VAP, werden ab jetzt von der Stadtverwaltung in Palma eine Reihe von Straßen mit  besonders hoher Verkehrsdichte genannt, wo häufig Staus durch Parker in der zweiten Reihe entstehen. Dort wo die weißen Großbuchstaben VAT eingerahmt auf dem Asphalt einer Straße aufgemalt erscheinen, kosten Strafzettel ab sofort doppelt so viel wie anderswo. Lokalpolizisten mit Motorrädern werden in Zusammenarbeit mit dem Abschleppdienst während der Ladengeschäftszeiten dafür sorgen, daß Parksünder schnell zur Rechenschaft gezogen werden.

Folgende Straßenzüge und Plätze sind von der Regelung betroffen: Paseo de Mallorca, Avenidas, Avda. Antonio Maura, Plaza de la Reina, Paseo del Borne, Jaime III, Plaza Juan Carlos I, Unión, La Rambla, Vía Roma, Barón de Pinopar, Plaza Es Fortí, Santiago Ramón de Pinopar, Avda. Argentina, Catalunya, Indústria, Llibertad, Dragonera, Pasqual Ribot, Avda. Sant Ferran, Rafael Rodríguez Méndez, Ausías March, Aragón und Manacor. ....

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Mandelbluete
Foto: GEO
ROSAROTE AUSSICHTEN

Sind sie  nun drei Wochen zu früh, oder doch zwei zu spät? Nicht einmal die Lokalpresse ist sich einig. Experten schwören auf das dritte Februar-Wochenende als Höhepunkt der Mandelblüte. Deutsche Reisebüros warben etwas verfrüht schon Anfang Januar mit Mallorca in weiß. Auch die Herkunft der vielen tausend Mandelbäume ist nicht ganz gesichert. Die Phönizier sind im Gespräch, und auch die Mauren. Die Mallorquiner selbst erzählen sich gern die Geschichte vom König, der die almendros für seine nordische Prinzessin pflanzen ließ ...

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Baustopp für Boris, Kabelsalat in Palma, Geschäfte mit der Nacht: Mallorca Lifestyle AG
 Mallorca News Nr. 46 vom 14.1.00
Douglas und Zeta-Jones: Hochzeit auf Mallorca?, Deutscher Tourismus in Zahlen, Mallorcas Mühlen
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