| ÖKOSTEUER
- ABER WER KASSIERT?
Mit der Ökosteuer ist es wie mit dem Geist aus der Flasche: Ist er erst heraus, bekommt man ihn schwer wieder hinein. Während die Regierung der Balearen bereits einen Wunsch nach dem anderen anmeldet, die der zahlungskräftige Geist erfüllen soll, wollen ihn die Unternehmer der Region mit aller Macht wieder in die Flasche zurückrufen. Wegelagerer-Mentalität, lautet der Vorwurf, mit dem der Tourismus-Sektor die Steuer stoppen will. Madrid will sich vor den Wahlen im März nicht festlegen und wartet vorerst ab. Doch Regionalregierungschef Francisc Antich will schon Ende Februar die Weichen stellen. Es war vor 15 Jahren, als der erste Gedanke
an eine Tourismusabgabe fiel. Es war die Zeit, als mit den immer
größeren Besucherzahlen auch der Reichtum auf den Balearen in
ungeahnte Höhen schoß. Ein großer Teil des erwirtschafteten
Geldes floß in Steueroasen oder aber in immer neuere und größere
Bettenburgen für die Besucher aus England, Deutschland, Frankreich
oder Italien. Doch der Reichtum hatte seinen Preis: Mehr Umweltverschmutzung,
weniger Wasser, stärkere Bebauung und eine immer geringere Lebensqualität
waren die Folge. Immer offensichtlicher wurde es, dass die Region
dringend über die nötigen Mittel verfügen mußte, um
die Situation wieder umzukehren. Es waren die Hoteliers der kleinen Schwester
Mallorcas, die den Startschuß für die heute als Ökosteuer
bekannte Tourismusabgabe gaben. Sie wollten im Pilotprojekt einen Betrag
von 500 Pesetas allen denjenigen berechnen, die auf dem Inselflughafen
in Mahón landeten. Kurz nach der Regierungübernahme durch die
Regierung Antich im Juni 1999 hatte Finanzminister Joan Mezquida
erklärt, dass der Flughafen
der beste Platz sei, um den Besuchern eine Abgabe dieser Art zu berechnen.
Trotzdem fiel die Antwort in Richtung Menorca negativ aus: Es kann keine
Extravereinbarungen geben. Auch der Alleingang einer der Baleareninseln
sei nicht möglich, hieß es aus dem Umfeld der Regierung. Finanzminister
Joan Mezquida forderte die Ökosteuer in Form höherer Steuern
zu berechnen. Tourismusminister Celestí Alomar stellte sich
dagegen hinter die Hoteliers und verkündete vollmundig: "Eine Abgabe
wird es nur mit dem Einverständnis der Unternehmer geben". Die Verantwortlichen der Chartergesellschaften
antworteten prompt: "Nein danke“, ließen sie in Richtung Consell
de Mar - dem Amtssitz der Balearen-Regierung - verlauten. Auch der
sogenannte Plan B der Regierung fiel kurz darauf ins Wasser. Die Mallorcas
Hoteliers lehnten eine Abrechnung über ihre Buchungen dankend
ab: Zu sehr fürchteten sie den Negativeffekt auf die Reservierungen
und Besucherzahlen. Mehr zum Thema im Mallorca News-Archiv. |
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VORFAHRT
FÜR VAP's
Als Verkehrswege mit Sonderbehandlung,
Vía de Actuación Preferente, oder kurz VAP,
werden ab jetzt von der Stadtverwaltung in Palma eine Reihe von Straßen mit
besonders hoher Verkehrsdichte genannt, wo häufig Staus durch Parker
in der zweiten Reihe entstehen. Dort wo die weißen Großbuchstaben
VAT eingerahmt auf dem Asphalt einer Straße aufgemalt erscheinen,
kosten Strafzettel ab sofort doppelt so viel wie anderswo.
Lokalpolizisten mit Motorrädern werden in Zusammenarbeit mit dem Abschleppdienst
während der Ladengeschäftszeiten dafür sorgen, daß
Parksünder schnell zur Rechenschaft gezogen werden. Mehr zum Thema im Mallorca News-Archiv. |
| ROSAROTE
AUSSICHTEN
Sind sie nun drei Wochen zu früh, oder doch zwei zu spät? Nicht einmal die Lokalpresse ist sich einig. Experten schwören auf das dritte Februar-Wochenende als Höhepunkt der Mandelblüte. Deutsche Reisebüros warben etwas verfrüht schon Anfang Januar mit Mallorca in weiß. Auch die Herkunft der vielen tausend Mandelbäume ist nicht ganz gesichert. Die Phönizier sind im Gespräch, und auch die Mauren. Die Mallorquiner selbst erzählen sich gern die Geschichte vom König, der die almendros für seine nordische Prinzessin pflanzen ließ ... Mehr zum Thema in den Mallorca Online Stories. |
| Mallorca
News Nr. 47 vom 28.1.00
Baustopp für Boris, Kabelsalat in Palma, Geschäfte mit der Nacht: Mallorca Lifestyle AG |
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| Mallorca
News Nr. 46 vom 14.1.00
Douglas und Zeta-Jones: Hochzeit auf Mallorca?, Deutscher Tourismus in Zahlen, Mallorcas Mühlen |
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