| ZWEIERLEI MASS
Schock für alle Mallorca-Fans: Gleich 10 Stränden, darunter Deutschlands Lieblingsstrand El Arenal, wurde in einer EU-Studie die blaue Flagge für hervorragende Badequalität aberkannt und stattdessen das wenig schmeichelhafte Prädikat "zum Baden nicht geeignet" verliehen (s. Skizze). Um Panik vorzubeugen: Die Studie wurde nach neuen Kriterien angelegt, bei denen nicht ausschließlich die Wasserqualität sondern auch die Anzahl der Zugänge zum Strand, Einrichtungen für Behinderte u.ä. berücksichtigt wurden. So beeilten sich denn auch sowohl die krisengebeutelte Balearen-Regieung als auch die Stadtverwaltung Palma zu versichern, die Wasserqualität auf Mallorca lasse "nichts zu wünschen übrig". Sogar der Charterer Air Berlin - mit wöchentlich über 100 Flügen zwischen Deutschland und den Balearen inzwischen einer der wichtigsten Carrier im lokalen Luftverkehr - half beim Aufpolieren des ramponierten Inselimage: Bei von der Luftlinie in Zusammenarbeit mit dem balearischen Gesundheitsministerium durchgeführten Wassertests kam heraus, was nicht anders zu erhoffen war: Von 51 untersuchten Mallorca-Stränden erhielten 50 das Smile-Zeichen für excellente. Im Vergleich zur Vorwoche wurde lediglich der Strand von Port de Pollenca anders eingestuft. Er wurde von excellente, also hervorragend, auf buena, gut, zurückgestuft. Also alles im grünen, pardon: im blauen Bereich! Künstlerpech, daß ausgerechnet jetzt eine neue Horrormeldung dazwischen funkt: In Palmas Cala Estància darf vorerst nicht gebadet werden. Aufgrund eines Rohrbruchs gelangt ungeklärtes Abwasser ins Meer. Für das Abwassersystem ist Palmas Wassergesellschaft Emaya verantwortlich. Die Reparaturarbeiten haben bereits begonnen; trotzdem wird es noch einige Tage dauern, bis an der Cala Estància wieder gebadet werden kann... Mehr zum Thema im Mallorca News-Archiv und im Diario de Mallorca. |
![]() ![]() ![]() Fotos: Diario de Mallorca |
AM
BESTEN ZU FUSS
Die neuen Taxibestimmungen haben bei Palmas Taxifahrern heftige Proteste ausgelöst. Denn seit 1. Juni dürfen auch die Taxis aus den ländlichen Gemeinden Mallorcas Fahrgäste am Flughafen Son Sant Juan abholen. Die städtischen Taxifahrer halten diese Entscheidung für "ungerecht" und blockierten Anfang des Monats mit mehr als 500 Autos den Parkplatz vor dem Ankunftsbereich des Flughafens. Einen Streikbrecher malträtierten die wütenden Fahrer mit mehreren Faustschlägen. Eine zweite Fahrerin, die sich den Streikenden ebenfalls nicht anschließen wollte, konnte nur unter starkem Polizeischutz in Sicherheit gebracht werden. Zum Eklat kam es gegen 12 Uhr mittags, als ein Taxi aus Manacor eine deutsche Urlauberin zu ihrem Hotel bringen wollte. Innerhalb weniger Sekunden umringten 50 Fahrer aus Palma das Taxi und trommelten wild auf das Dach. Lautstark forderten sie die Deutsche zum Aussteigen auf, während der Fahrer aus Manacor auf sie einredete, unbedingt im Taxi zu bleiben. Erst das spätere Eingreifen der Policia Nacional verhinderte Schlimmeres. Seit gestern begleitet die Polizei Taxifahrer aus den kleineren Orten Mallorcas, wenn diese Fahrgäste vom Flughafen abholen. Mit dem Polizeischutz soll endlich die Durchsetzung der staatlichen Verordnung garantiert werden. Den für die nächste Woche geplanten Streik haben die auswärtigen Taxifahrer - zumindest vorerst - abgesagt. Da zu allem Überfluß auch noch die Busfahrer in den Regionen Calvià und Andratx in der vergangenen Woche streikten - in diesem Falle für eine bessere Bezahlung -, bleibt dem leidgeplagten Touristen - wenn er denn mit seinem Mietwagen nicht in einem der immer häufigeren Staus rund um Palma (s. Foto) stecken bleiben will, nur eine Möglichkeit: Am besten geht's auf Mallorca noch immer zu Fuß! Mehr zum Thema im Mallorca News-Archiv. |
| GLATT
VERSCHLAFEN
Brüssel droht, 2.000 Mio. Pts., rund 24 Mio Mark, an Fördergeldern für die Verbesserungen bei der Müllentsorgung auf den Balearen zu streichen, falls die Richtlinien für Naturschutzgebiete auf den Inseln nicht respektiert würden. Balearenchef Francesc Antich reist in dieser Woche nach Brüssel, um mit der Umweltkommissarin Margot Walstrom darüber zu verhandeln. Die Direktive über Naturschutzgebiete verpflichtet die Mitgliedstaaten, alle Naturschutzgebiete aufzulisten, die später in das Netz Natura 2000 aufgenommen werden sollen. Die Liste darf nicht weniger als 15% der Gesamtfläche einer Region ausmachen. Die von der ehemaligen Balearenregierung der PP eingereichte Liste beträgt nicht einmal 5 % der Grundfläche. Die Norm wurde 1992 verabschiedet und setzte bestimmte Fristen zur Bestimmung der Naturschutzgebiete. Weder die Balearen, noch Aragón und Castilla-León haben in dieser Sache ihre Hausaufgaben erledigt. Das Säumnis auf den Balearen geht ironischerweise zu Lasten des frischgebackenen spanischen Umweltministers Jaume Matas zurück. Auf den Balearen gilt inzwischen ein neues Gesetz mit dem Ziel, 34 % der Region zum Schutzgebiet zu erklären, das aber in der Praxis nur zu Baustopps geführt hat. Die europäische Direktive betrachtet jedoch auch eine ordentliche Umweltpolitik mit dem Ziel des Erhalts der Naturgebiete als Teil des Umweltschutzverhaltens... Mehr zum Thema im Mallorca News-Archiv und bei spanien.com. |
| Mallorca News Nr. 54 vom 26.5.00
Ökosteuer erst 2002, Claudia Schiffer & ihr Maschendrahtzaun, Volker Schlöndorff in Madrid, Loddar & Co. im DFB-Trainingscamp |
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| Mallorca
News Nr. 53 vom 12.5.00
Mallorca - ein Katastrophengebiet?, Ökosteuer - 2 Mark pro Tag, Camper - Weltmarke aus Inca |
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| Mallorca News Nr. 52 vom 28.4.00
3 Monate Hochsaison?, Dauerthema Wassermangel, Tagebuchfälscher Kujau in Andratx |
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| Mallorca News Nr. 51 vom 24.3.00
Wegezoll auf dem Land, Polemik um deutsche Ärzte, Michael Douglas eröffnet Costa Nord |
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